Steuerbescheid nach Erbschaft oder Schenkung

Im Rahmen von Erbschaften wird in Deutschland Jahr für Jahr ein großes Immobilienvermögen auf die Nachkommen übertragen. Der Fiskus nutzt dies zu seinem Vorteil mit gesetzlichen Regelungen aus und bittet die Erben über die Erbschaftssteuer zur Kasse. Gleiches geschieht, wenn Immobilien verschenkt werden, dann zahlt der Beschenkte Schenkungssteuer.

Sie haben einen Erbschaftsteuerbescheid oder Schenkungssteuerbescheid über eine Immobilie erhalten und finden die Wertermittlung des Finanzamts Ihrer Immobilien zu hoch angesetzt?

Für alle Schenkungen und Erbschaften gelten die Regelungen, die sich aus dem „Gesetz zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts“ ergeben. Die Finanzverwaltung hat die steuerlichen Bewertungsregelungen inzwischen Kommentiert. Darüber hinaus wurde das steuerliche Sachwertverfahren an die Sachwertrichtlinie angepasst. Damit können erhebliche Wertsteigerungen bei Grundstücken und betrieblichen Vermögen entstehen und somit sind Überbewertungen von Immobilien durch die Finanzverwaltung nicht ausgeschlossen. Der Gesetzgeber hilft dem Steuerzahler mit einer sogenannten „Escape-Klausel“. Das heißt, Sie können  Sie sich durch ein Verkehrswertgutachten wehren!

Voraussetzung grundsätzlich die Vorlage eines Wertgutachtens durch einen Immobiliensachverständigen.

Der Gesetzgeber hat im Bewertungsgesetz diese Möglichkeit geschaffen, um die Steuerbelastung zu senken. Ein pauschales Wertgutachten führt nicht immer zu einem richtigen Verkehrswert. Dem Gesetzgeber ist bewusst, dass es sich bei den Immobiliengutachten des Finanzamts nur um eine pauschale Vorgehensweise handeln kann.  Aus diesem Grund gibt es den § 198 des Bewertungsgesetzes (BewG), Nachweis den niedrigeren gemeinen Werts.

Dieser lautet sinngemäß:

Weist der Steuerpflichtige nach, dass der Verkehrswert niedriger ist als das Wertgutachten des Finanzamts, so ist dieser niedrigere Wert anzusetzen. Für den Nachweis des niedrigeren Werts müssen die für die Verkehrswertermittlung erlassenen Vorschriften des Baugesetzbuchs und der Wertermittlungsverordnungen berücksichtigt werden.

Sie sollten sich deshalb mit den Bewertungen des Finanzamtes nicht zufrieden geben und den Verkehrswert von einem Immobiliensachverständigen überprüfen lassen.

Im veröffentlichten Erlass im Bundessteuerblatt (BStBl II 2014 S. 808) vom 21.05.2014 „Gleich lautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 19. Februar 2014“ wird klargestellt, dass die Finanzverwaltung insbesondere inhaltliche mängelfreie Gutachten eines nach der DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierten Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken anerkennt.

Mein Honorar ist als Nachlassverbindlichkeit vom Erbe abzugsfähig und kann somit steuerlich geltend gemacht werden.

Rechtliche Fragen

klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater oder Rechtsanwalt. Sollten Sie keinen Steuerberater oder Rechtanwalt haben, so können Sie sich gerne an mich wenden, ich kann Ihnen in Köln Rodenkirchen Steuerberater Joachim Breuer empfehlen.

Ich freue mich über Ihren Auftrag.
Bei weiteren Fragen nehmen Sie einfach Kontakt mit einem Büro auf.

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